28 Mär 2020 / Thomas Schäfer


  • Samstag abend. Um 21.51 Uhr teilt mein Sohn Sebastian mir plötzlich per WhatsApp mit: „Thomas Schäfer tot. Offenbar Suizid.“

  • Ich bin schockiert. Fassungslos. Reagiere spontan: „So ein Idiot!

  • Um im nächsten Moment die Hände zu falten und Gott zu bitten, Er möge ihm den Frieden schenken, den er selber offenbar nicht mehr zu finden glaubte.

  • Mein ehemaliger Biedenkopfer Konfirmandenbub. Jahrzehnte später sind wir uns im Rahmen der Einweihungs-feierlichkeiten des neuen Justiz- und Polizeigebäudes in Darmstadt wieder begegnet, haben uns näher kennengelernt und bald darauf Freundschaft geschlossen.

  • Es war eine schöne Zeit. Bei meiner Verabschiedung aus der Polizeiseelsorge hat er eine herzliche und humorvolle Rede gehalten.

  • Seit meiner Pensionierung 2014 blieben wir mittels eMails von Südschweden nach Südhessen und umgekehrt in Verbindung.

  • An meinem Siebzigsten im Mai letzten Jahres habe ich leider nichts von ihm gehört. Das hat mich enttäuscht - ich will es nicht verhehlen. Zu seinem 54.Geburtstag am 22.Februar diesen Jahres habe ich ihm einen SMS-Gruß geschickt.

  • Und nun ist er tot. Suizid. Ich kann es einfach nicht fassen. In der Nacht zum Sonntag haben sich meine aufgewühlten Gefühle bis in den Traum hinein Ausdruck verschafft.

  • Die klassische Warum-Frage fordert ihren Tribut. Nicht im investigativen Sinn - das interessiert mich nicht im geringsten - sondern als Ventil für Wut und Zorn: „Wie konntest Du nur!

  • Unterm Strich aber bleibt die Erinnerung an unsere Freundschaft und herzlichen Kontakte: Sie sind es, die ich in meinem Herzen bewege.

 

18 Mär 2020 / Corona


  • Das Virus beeinträchtigt mittlerweile selbst unser beschauliches Rentnerdasein. Schweden hat ähnliche Maßnahmen ergriffen wie andere europäische Länder und ruft zu vorsichtigem (Einschränkung sozialer Kontakte) und verantwortungsvollen („Hamsterkäufe“) Verhalten auf.

  • Einerseits geht es Karin und mir noch sehr komfortabel, weil wir uns in unserer „hinterwäldlerischen“ Einsamkeit frei bewegen und Natur und Umwelt wie gewohnt genießen können. Andererseits ist unser Bewegungsspielraum deutlich beschnitten, insofern wir nur die notwendigsten Fahrten zum Einkaufen etc. erledigen und auf touristische Unternehmungen, Stadtbummel nebst Essen gehen oder den Besuch von Märkten verzichten. Und natürlich sitzen wir auf unbestimmte Zeit hier fest im hohen Norden und können nicht beliebig nach Deutschland reisen.

  • Nun ja. War ich wieder einmal sehr naiv, vom Jahres-, gar Jahrzehntwechsel besseres zu erwarten: Ob Rechtsruck, Flüchtlingselend, Klima- und neuerdings Coronakrise – der Mist geht weiter und steigert sich noch! Nicht zuletzt machen wir uns auch Sorgen um unsere Kinder bezüglich möglicher gesundheitlicher wie wirtschaftlicher Folgen.

  • Doch was hilft‘s – „Da müssen wir durch“. Mit einer Mischung aus Geduld und Zuversicht und dem Bemühen, soweit als möglich das beste aus der Situation zu machen - sprich, nicht einseitig auf die Defizite zu starren, sondern bewußt und gezielt Dinge zu tun, die schön sind und über die man sich freut.

  • Vielleicht hat die ganze Misere ja auch ihr Gutes: Nämlich daß sie uns Menschen wieder zurückholt aus der Hybris einer hemmungslosen Globalisierung ohne jede Rücksichtnahme auf begrenzten Ressourcen und die Verwundbarkeit von Natur und Umwelt. Irgendwann ist eben Schluß mit lustig und gilt es, neu zu begreifen: Auch die Würde der Schöpfung ist unantastbar!

 

2 Mai 2019 / Winfrieds 70.Geburtstag


  • Die Feier fand bei uns in Od im sogenannten Sockengården, einer Art Vereinsheim, statt und war traumhaft schön. Jede Menge Kaffee und Kuchen sowie ein reichhaltiges abendliches Buffet bildeten den äußeren und verführerisch schmackhaften Rahmen.

  • Dazwischen gab es humorige bis bewegende Programmpunkte wie:

    • einer eigens von Sebastian komponierten Jazz-Improvisation von Happy birthday

    • dem von Karin, Sabine und Sebastian arrangierten (Kinder)Lied „Wie schön, daß Du geboren bist“ auf deutsch und schwedisch

    • einer von mir daraufhin ad hoc gehaltenen Mini-Predigt über die Tageslosung vom 2.Mai. „Vor einem grauen Haupt sollst Du aufstehen und die Alten ehren…“ im Sinne eines Appells um mehr Respekt und Achtung im Umgang miteinander angesichts der heutigen oft so ichbezogenen und aggressiven Gesellschaft

    • einer von Pamela und Sebastian gestalteten Power-Point – Präsentation mit Bildern diverser Stationen meines Lebens

    • einer von Sabine in gereimten Versen vorgetragene Ansprache an den „Monsieur le père“ (Vater)

    • nochmals einem „Happy birthday“ mit den ehemaligen Blockflöten-Profis Beate, Sabine, Torben und Sebastian (in Anspielung an den großen Flötenkreis, den Karin seinerzeit in der Kirchengemeinde Sickenhofen geleitet hatte)

    • einer spontanen Einlage unserer schwedischen Gäste durch ein mehrfach-donnerndes landesübliches „Hipp hipp hurra“

  • Sabine und Karin haben übrigens unermüdlich als Übersetzer ins Schwedische fungiert, sodaß niemand sprachlich abgehängt war.

  • Kurz und gut - es war einfach toll, und ich bin auf eine Weise beschenkt worden, die man nicht kaufen kann.

  • Sehr gefreut hat mich zudem, daß mir auch Spenden für „meine“ Roma-Kinder überreicht wurden (das hatte ich hier und da als Wunsch geäußert auf die Frage, was man mir denn schenken könne).

  • Zum Schluß möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken:

    • bei Karin für ihre trotz gebrochenen und stark schmerzenden Armes eisern durchgehaltene Initiative einschließlich der Bewältigung enormer logistischer Herausforderungen über 1.300 km Distanz (z.B. der Vermittlung von Unterkünften)

    • bei Familie und Freunden für die klaglose Übernahme der Doppelrolle als Gast und Arbeitstier vom Kuchenbacken und Schnitzelbraten bis zum Spülen, Aufräumen und Putzen

    • bei allen, die mich mit ebenso praktischen wie durststillenden Geschenken erfreut haben nebst der dem Opa gewidmeten phantasievollen Zeichnungen von Kinderhand

    • und last not least bei den "Programm-Gestaltern" für ihre ideellen, zu Herzen gehenden Beiträge in Wort, Bild und Ton

  • So vernehmt es, Ihr vom Stamme Schmidt, Pullmann, Fenner und Steinhaus: ICH LIEBE EUCH !

  • Jenseits der life anwesenden Gratulantenschar hat mich ein wahres Füllhorn von Glückwünschen via eMail, WhatsApp, Telefon und Briefpost erreicht. Dafür will ich noch jeweils persönlich, hier aber schon einmal vorab ein ganz, ganz liebes Dankeschön sagen.

 

23 Apr 2019 / Karins Unfall2


  • Heute war ich mit Karin in der Orthopädie. Der Arm wurde noch einmal geröntgt und anschließend vom Facharzt begutachtet. Diesmal gibt es nichts zu bemängeln. Alles ging zügig und kompetent vonstatten mit dem erlösenden Ergebnis, daß Karin nicht operiert werden muß. Jetzt ist es eine Frage von Zeit, Geduld und - demnächst -  Krankengymnastik. Insofern sind wir´s zufrieden, wiewohl hier natürlich nichts wie gewohnt abläuft und wir vieles nicht schaffen können, was wir uns vorgenommen hatten.

 

13 Apr 2019 / Karins Unfall1


  • Karin ist abends eine "Hunderunde" gegangen. Bei der Gelegenheit wollte sie Nachbar Reijo zu meinem 70.Geburtstag einladen. Vor der Haustür reagierte Ronja auf einmal panisch und riß Karin zu Boden. Sie fiel auf ihre linke Schulter und brach sich den Arm. Mehr...

 

31 Aug 2018 / Ronja


  • Heute haben wir Ronja - noch unter dem Namen Wera - in Öra kennengelernt.

  • Sie ist ein Mix aus Schäferhund und Dogge, runde 11 Wochen alt, ein tapsiges Ding mit einem viel zu langen Schwanz.

  • Ich war mehr oder weniger zufällig im Internet auf sie gestoßen. Sie ist die letzte ihres Wurfes, die Brüder längst verkauft. Deshalb wurde sie im Preis runtergesetzt: ein Ladenhüter (!) - für mich aber ein Herzensbrecher auf den ersten (Hunde)Blick.
  • Sie ließ sich von mir auf den Arm nehmen, leckte und schleckte mich ab. So fuhren wir zurück nach Lyckorna, ihrem neuen Zuhause.

 

13 Jun 2018 / Abschied von Lene


  • Ich bin unendlich traurig.

  • Die Entscheidung über ihr Leben hat mich schier zerrissen. Aber es ging nicht mehr, hätte nur noch Leid und Last verlängert. Sie ist mithilfe unserer Tierärztin ganz friedlich eingeschlafen, ohne jede Spur von Aufbegehren oder Kampf. Dafür bin ich dankbar.

  • Ich habe ihr Gottes Segen auf die Stirn gestreichelt. Karin und ich haben sie dann bei uns in Lyckorna beerdigt. Während des Aushubs gab es ein plötzliches Gewitter und flutete die Grube – Lenes Tränen?

  • Die meinigen kann ich nicht zurückhalten – es überkommt mich immer wieder. Dagegen bin ich machtlos, darf es aber auch sein.

  • Die täglichen Hunde-Runden behalte ich bei. Das bin ich Lene und ihren Vorgängern Jule und Timmy schuldig nach meinem schweren Herzanfall vor 30 Jahren.

  • Von meinem „Büro“-Fenster aus schaue ich direkt auf Lenes Grab. Darauf steht ein Solarlämpchen. Es leuchtet ab der Abenddämmerung und gibt einen warmen Schein in unser beider Herz.

 

13 Feb 2018 / Tante Ilse


  • Meine Patentante Ilse ist verstorben. Im wahrhaft gesegneten Alter von 93 Lenzen. Natürlich behaftet mit diversen Zipperlein und - in den letzten ein, zwei Jahren - einigen ernsthaften Krankheits- und Schwächephasen.

  • Alles in allem jedoch ganz viel Grund, dankbar zu sein! Auch und insbesondere dafür, daß sie sich lange Zeit liebevoll um ihre nach und nach dement werdende ältere Schwester Erika, meine Mutter, gekümmert hat.

  • Ich kann hier nicht alle Erinnerungen an die wechselvollen Ereignisse und Geschehnisse ihrer Lebenszeit vor, im und nach dem Krieg ausbreiten. Aber eine, die ihr gutes Herz zeigt, ist mir wichtig:

    • Als ich mich zwischen 1968 und 71 an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal befand und dort Mitglied eines studentischen Arbeitskreises war, der sich um sozial schwache Familien in einem verkommenen Hochhausghetto kümmerte (Hausaufgabenbetreuung, Freizeitgestaltung, Ferienlager usw.), war „Tante Illi“ eine von mehreren Strickkränzchendamen unserer Verwandtschaft, die (ich übertreibe nicht!) etliche zig Pullis, Strümpfe, Socken, Handschuhe und dergleichen für „Winfrieds arme Kellerkinder“ gestrickt haben.

  • Nun hat dieses „gute Herz“ aufgehört zu schlagen, aber in meinem Innern pocht es weiter, und jenseits der irdischen Wirklichkeit, glaube ich, auch.

 

2 Nov 2017 / Winfried Hautkrebs


  • Heute habe ich vom Krankenhaus Borås das beruhigende Ergebnis der Gewebeprobe vom 13.September (!) erhalten, demgemäß sich bei mir der Verdacht auf Schwarzen Hautkrebs nicht bestätigt hat. Auf dem Hintergrund der etlichen familiären und persönlichen Schicksalsschläge in den vergangenen Jahren war und bin ich ziemlich runter mit den Nerven. Aber natürlich fühle ich mich erleichtert und dankbar, daß sich nicht noch eine weitere dunkle Front aufgetan hat. Was im übrigen sehr schön zur heutigen (schwedischen) Losung paßt: „Sag den Ängstlichen: Faßt Mut, seid ohne Furcht! Seht, Euer Gott ist hier“.

 

10 Sep 2017 / Marita


  • Am heutigen Sonntag hat meine Schwester Marita ihren rund zweieinhalbjährigen Kampf gegen den Krebs verloren. Nach dem Elend zahlloser Chemos mit zwischenzeitlich aufflackernder Hoffnung auf Genesung war alle Kraft aufgebraucht. Einziger Trost: am Ende ist sie schmerzfrei und friedlich eingeschlafen. Ich bin dankbar, sie auf der Herfahrt zu Joris‘ Taufe im Lüdenscheider Krankenhaus noch einmal gesehen, gesprochen und ihre Hand gehalten zu haben. - Nun sind drei von ehemals fünf Steinhaus-Geschwistern nicht mehr da.

 

20 Aug 2017 / Joris Taufe


  • Die Ev.Kirchengemeinde Groß-Bieberau hat ein neues Mitglied namens Joris, der als dritter Sprößling der Schmidt-family von Großvater Winfried die Heilige Taufe empfing (siehe Bildergalerie und Taufansprache). Tante Pam und „Oheim“ Basti legten mit sehr persönlichen Worten ihr Versprechen als seine Paten für ihn ab.

 

22 Mär 2017 / Joris Geburt


  • Karin und ich freuen uns über unser drittes Enkelkind Joris, der mit einigen Tagen Verspätung, dann aber ratz, fatz zur Kaffeezeit um 15.20 Uhr im Darmstädter Marien-Hospital zur Welt gekommen ist. Seine stattlichen Maße: Gewicht 4.830 g / Länge 56 cm -  da müßte unsereins ein paar schöne Bierchen für trinken!
  • Der Name hat griechische Wurzeln und geht auf „Georg/Gregor“ zurück. Das bedeutet soviel wie „Der Wachsame“ bzw. „Der Landarbeiter“. Prominentester Namensvetter ist der Heilige Georg, der legendäre Drachentöter. In der litauischen Mythologie ist Joris der Gott des Frühlings.

  • Nun denn. Hauptsache: Mutter und Kind sind wohlauf, und wir alle miteinander von Herzen dankbar für das neue Leben. Möge Gott ihn segnen und bewahren und die Welt, in die er hineinwächst, eine bessere werden lassen als momentan!

 

14 Dez 2016 / Landy-Unfall


  • Heute sind Karin, unser Hund Lene und ich mit unserem Landrover schwer verunglückt. Wir wollten nach Fristad Weihnachtspakete aufgeben und anschließend einkaufen. Auf der abschüssigen Straße kurz vor Borgstena war in einer Rechtskurve plötzlich eine Schicht Glatteis. Landy geriet ins Schlingern, mein Gegensteuern half nichts, und so stürzten wir, uns mehrfach überschlagend, ca. 30 Meter einen Abhang auf der linken Seite hinunter. Ich konnte zurück auf die Straße klettern und nach einer Weile einen Autofahrer anhalten, der für uns Rettungsdienst und Polizei verständigt hat.

  • Karin kam mit starken Schulterprellungen ins Krankenhaus nach Borås, wurde geröntgt, es waren aber keine Brüche festzustellen. Sie hat starke Schmerzen und ist voller Blutergüsse. Lene und mir ist so gut wie nichts passiert. Ein freundlicher Polizist hat Hund und Herr nach Hause gefahren. Karin kam später mit einem Taxi nach.

  • Wir beide befinden uns in einem merkwürdigen Zwischenzustand: einerseits dankbar, daß wir alle drei leben und noch ziemlich glimpflich davongekommen sind – andererseits total im Schock und völlig fertig mit den Nerven.

  • Ich schreibe diese Zeilen, um mich abzulenken. Habe in den Stunden zuvor mit Krankenhaus und Versicherung telefoniert, die am Vormittag vorbereiteten Kartoffeln gekocht und die Holzheizung angeworfen, damit es warm im Haus wurde. Birgitta, unsere schwedische Freundin, kam extra nach der Arbeit vorbei und half mir beim Ausfüllen des „Skadeanmälan“-Formulars.

  • Karin hat später, als wir wieder allein waren, den Fernseher angedreht - Nachrichten, irgendwas. Wir haben nebeneinander auf der Couch gesessen, zwei Katzen und einen Hund um uns herum, Tee getrunken und uns an den Händen gehalten. Das hat gut getan.

  • Landy gibt es nicht mehr – klingt komisch, aber es tut mir weh. In einem gewissen Sinn ist er tot.

  • Das war´s. Ich bin down, der Kopf saust, ich weiß nicht recht, wohin mit mir…

  • Ich wünsche allen, die dies lesen, ein besseres Weihnachten und ein Neues Jahr ohne innere oder äußere Abstürze. Das walte Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen.

    • PS: Ich habe bezüglich der HomePage viele liebe, teils mich sehr bewegende Mails und Gästebucheinträge erhalten. Dafür bedanke ich mich von ganzem Herzen. Ich bitte nur um Verständnis, daß ich derzeit nicht in der Lage bin, individuell darauf zu antworten.

 

10 Okt 2016 / Pamela Magisterprüfung


  • Unsere Schwiegertochter Pam hat ihre Abschlußprüfung bestanden und damit ihr Magisterstudium in Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an der TU-Darmstadt beendet.

  • Herzlichen Glückwunsch, Pam! Wir freuen uns riesig und sind stolz auf Dich!

 

2 Jun 2016 / Uland 


  • Heute ist Uland im Alter von 68 Jahren verstorben. Mein ehemals „großer, starker Bruder“, war an Krebs erkrankt und hat von Anfang an keine Chance gehabt. Wir haben uns im April ein letztes Mal in Lüdenscheid gesehen und - ohne es in Worte zu fassen sowie krampfhaft bemüht, keine Tränen aufkommen zu lassen - voneinander Abschied für immer genommen.
  • Als Kind hat er unter mir gelitten, weil ihm einige Lehrer die besseren Leistungen des Jüngeren unter die Nase rieben und ich dieses miese Spiel eine Zeitlang mitgespielt habe.

  • Umso schöner die Erinnerung an unzählige Fuß-Ballereien auf dem Bolzplatz am Lenne-Ufer und unsere Geburtstage im Mai und November, an denen wir stets einen Karl-May-Band geschenkt bekamen und jeder begierig darauf wartete, daß der andere seinen endlich ausgelesen hatte.

 

Sep 2015 / Marita Metastasen


  • Bei Marita sind Metastasen aufgetaucht, und sie wird erneut chemobehandelt. Das Hoffen und Bangen beginnt von vorn - es ist ein Trauerspiel.

 

22 Mär 2015 / Mieke Taufe


  • Am heutigen Sonntag wurde Enkeltochter Mieke von ihrem stolzen "Murfar" (Großvater) in der Evangelischen Kirche zu Groß-Bieberau getauft.

 

Feb 2015 / Marita Krebsoperation


  • Meine ältere Schwester Marita hat sich einer Krebsoperation unterziehen müssen Die ist zunächst einmal gut verlaufen. Die anschließende Chemotherapie hat sie ebenfalls relativ gut verkraftet, und sie ist voller Hoffnung, über den Berg zu sein.

 

11 Jul 2014 / Bernulf


  • Heute ist mein Bruder Bernulf im Alter von 72 Jahren verstorben. Obwohl viel älter als ich, lagen wir auf einer Wellenlänge und haben leidenschaftlich mit Wiking-Autos und Indianerfiguren gespielt. Als er auf der Marineschule in Flensburg war, hat er mich Sauerländer Provinzler zu meinem ersten (und schönsten) Essen ins China-Restaurant mitgenommen. Es gab ein köstliches Zehngänge-Menu, jedes einzelne in einer eigenen kleinen Schüssel serviert. – Die Zeiten sind leider vorbei!

 

17 Jun 2014 / Mieke Geburt


  • Der „Tag der Deutschen Einheit“ ist Geschichte, aber unsere Tochter hat Familien-Geschichte geschrieben und im Darmstädter Marien-Hospital unser zweites Enkelkind namens Mieke zur Welt gebracht. Der Name leitet sich vom niederländischen Marieke und damit letztlich von der biblischen Maria ab – ein Vorzeichen, dereinst in Opas kirchliche Fußstapfen zu treten, gar eine Pfarrer-Dynastie zu gründen?

 

2009 / Winfried an Krücken


  • Das Leben verläuft nicht stets auf einer geraden Linie. Es ist voller unerwarteter Wendungen, schönen und spannenden, aber auch absolut unerfreulichen. Die Volksweisheit sagt dazu: "Jedes Böse bringt sein Gutes". Ich sage: Jedes ganz sicher nicht, aber manches eben doch. Auf eine solche Wendung blicke ich zurück mit Gedanken über "Meine Zeit an Krücken".